Montag, 12. Juni 2017

Sophia Farago - Schneegestöber

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Sophia Farago - Schneegestöber


Autor: Sophia Farago
Titel: Schneegestöber
Genre:
Historischer Roman/Liebesroman
Seiten:
320
Verlag: Fischer Taschenbuch
Veröffentlichung: 1996

ISBN: 978-3596124596
Preis: vergriffen
als Kindle-Edition: 4,99€






  • Es gibt ja tatsächlich Romane, bei denen ich mich fragen muss, ob sie eine Daseins-berechtigung haben und ja, dieser hier ist so einer. 
  • Wie bin ich überhaupt auf diesen Roman gekommen? Es gibt ihn als gedrucktes Buch nicht mehr frisch aufgelegt. Also nur noch die Kindle-Version oder eben Audible. Audible hat Farago wohl relativ frisch entdeckt, denn in den letzten Monaten sind vier ihrer Romane, die alle im ähnlichen Setting spielen dort erschienen. Gesucht und gefunden wurde dieses Buch nun von mir, da Unterhaltungliteratur ohne großen Anspruch gesucht wurde. 
  • Ja, die habe ich gefunden. Aber ehrlich gesagt bin ich dann auch erschrocken, wie wenig Anspruch ein Buch tatsächlich haben kann. 
  • Die Charaktere sind so klischeebehaftet, dass es meiner Meinung nach jedem, der sich regelmäßig mit Geschichten in geschriebener oder gesprochener Form befasst, weh tun muss. Von Beginn an ist klar, wie sich jede einzelne Figur verhält und worauf das Ganze hinauslaufen muss. 
  • Es war zwar leichte Lektüre gesucht, aber ich will mich doch auch nicht langweilen?!?
  • Die Sprache ist gleichzeitig ebenfalls wie erwartet einfach gehalten, historische Korrektheit wird nicht erwartet. 
  • Ich habe mich durch das Hörbuch gequält - die Sprecherin macht ihre Sache übrigens gut -, immer in der Hoffnung, dass ich mich täusche, dass da doch noch etwas anderes kommt, aber nein. Es bleibt, wie es von Beginn an ist und ich kann das Buch wirklich nicht empfehlen.
  • Leichte Lektüre ja, zu leicht, zu langweilig - kein Buchtipp!


Samstag, 10. Juni 2017

Buchtipp: Suter - Elefant

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Martin Suter - Elefant

Autor: Martin Suter
Titel: Elefant
Genre: Gegenwartsliteratur

Seiten:
352
Verlag: Diogenes
Veröffentlichung: 18. Januar 2017
ISBN: 978-3257069709
Preis: 24,00  (gebundene Ausgabe)






  • Ich habe das Buch als Hörbuch genossen und kann vorweg sagen: Gert Heidenreich als Sprecher passt hier sehr gut!
  • Suter gehörte bis dato nicht zu meinen regelmäßig konsumierten Autoren. Tatsächlich bin ich über die Bestsellerliste auf diese Buch gestoßen und konnte mich dem Gedanken an einen kleinen rosaroten Elefanten nicht entziehen. Wäre so ein kleines Tierchen nicht süß? So als Hunde-Ersatz, der dann fröhlich trötet, wenn man nach Hause kommt. Hach...
  • Ganz so süß, wie es nun bei mir wirkt, ist der Roman dann am Ende tatsächlich nicht. Denn all die Anmut und die Faszination, die das kleine Elefantenmädchen ausstrahlt, kann nicht über all die Problematik hinwegtäuschen, die so ein Tier mit sich bringt. 
  • Die Geschichte läuft auf zwei Handlungsebenen und die Charaktere dieser Ebenen begegnen sich erst im weiteren Verlauf der Geschichte - nur der kleine Elefant ist recht früh das verbindende Element zwischen ihnen. Der Obdachlose, der den Elefanten zunächst findet, hat lange Zeit keine Ahnung, wie es dazu gekommen ist, dass es so ein Wesen überhaupt gibt und auch keine Ahnung, wieso es frei herumläuft. Diese Fragen bleiben auch für den Leser erst unbeantwortet und denken sich nach und nach auf. 
  • Dieses Vorgehen erhöht natürlich den Spannungsgrad und ist dazu in der Lage, den Leser soweit zu fesseln, dass ich das Buch kaum noch weglegen wollte. 
  • Und dann drängt sich immer mehr die Frage nach der Moral und dem Recht und vor allem der moralischen Verpflichtung auf: Darf man so etwas? Darf man rosa (im Dunkeln leuchtende) Mini-Elefanten züchten, indem man Gene manipuliert? Und wie wird sich das auf den kompletten Genpool und dann auch auf uns Menschen auswirken? 
  • Darf man alles, was man kann?
  • Diese Frage ist keineswegs neu, aber in der heutigen Zeit umso brisanter - und bleibt unbeantwortet. Auch dieser Roman kann die Antwort nicht liefern. Es gelingt ihm aber gut die verschiedenen Positionen gegenüber zu stellen und ein gutes Ende zu finden, das dabei nicht die von mir gefürchtete "Friede-Freude-Eierkuchen"-Mentalität ausstrahlt. 
  • Die Fragen bleiben und das ist das Wichtige: Martin Suter gelingt es mit spannender Unterhaltungslektüre, die auch ein breites Publikum anspricht, existenzielle Fragen aufzuwerfen, die nach einer Antwort verlangen.
  • Aber diese Antwort muss sich jeder selbst geben!


Sonntag, 4. Juni 2017

Buchtipp: Das Café am Rande der Welt von John Strelecky

Alles, was in Zukunft auf diesem Blog veröffentlicht wird, erscheint auch hier *klick mich*
Außerdem erscheint dort auch noch deutlich mehr von mir. 
Hier nur Bücher.
Dort alles!

Das Café am Rande der Welt


Das Autor: John Strelecky
Titel: Das Café am Rande der Welt
Genre: 
Sachbuch
Seiten: 128

Verlag: dtv
Veröffentlichung: 1. Februar 2007
ISBN: 978-3423209694
Preis: 7,95€  (Taschenbuch)

Bei Amazon




Warum bist du hier?
Hast du Angst vor dem Tod? 
Führst du ein erfülltes Leben? (Seite 24)

  • Um diese drei Fragen geht es maßgeblich in diesem kleinen Büchlein, das ich geschenkt bekommen habe und zugegebenermaßen normalerweise nicht in mein reguläres Leserepertoire gehört. Aber ich dachte mir, dass ich es mal drauf ankommen lasse und dem Buch eine Chance gebe. Es ist ja so dünn, dass es kaum Zeit kostet. 
Gesagt getan.
  • Die Situation, die der Autor erschafft erinnert an eine Kurzgeschichte und ist dann recht mysteriös, reicht sogar ins Fantastische. Es ist aber nicht die Umgebung, die im Mittelpunkt steht, sondern das Innere des Protagonisten. Über diesen Protagonisten weiß der Leser so gut wie nichts. Dies soll wohl ermöglichen, dass man sich selbst am besten zu 100% in diese Figur hineinversetzen kann. Das ist mir trotzdem nur teilweise gelungen. 
  • Nun ist es tatsächlich so, dass hier viele Themen angesprochen werden, über die man sich schon mal Gedanken gemacht hat, wenn es darum geht: Bin ich glücklich und wie werde ich glücklich? Und glücklich sein und der Sinn des Lebens hängen meiner Meinung nach eng miteinander zusammen.  
  • Während des Lesens regen diese Themen und die Gespräche, die die Hauptfigur fürt auch zum Nachdenken an. Dieses Buch verpufft aber relativ schnell, sobald man es zur Seite gelegt hat. Andere Werke bleiben im Kopf hängen und man denkt immer wieder darüber nach. Dieses aber verschwindet schon nach wenigen Tagen wieder aus dem Gedächtnis und es bleibt nichts haften, sodass es mir leider nicht weiterhelft.
  • Es ist also schnell und nett zu lesen und für den Moment auch in Ordnung, aber dann auch schnell wieder vorbei.